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Dreamers Traumwelten

Wenn ich morgens aufwache
und die Träume der Nacht
einfangen will,
sind sie fort.

Waren sie bedeutungslos
oder zu schön
für den Alltag?


Herzbuch

Ein weißes Herzbuch
weder Wort noch Melodie
nur reges Schweigen
Zwischen den Zeilen
leere Bilder
mittendrin dein Herz

(Karin Rohner)


Die Zeit ein stetes heute

Was heute gestern heisst
das hieß man gestern heute.
Was heute morgen ist
wird morgen heute sein.

Und dennoch sorget ihr für morgen,
Blinde Leute!
Weils morgen heut' auch ist
so sorgt für heut' allein.

(Nicolaus Ludwig Esmarch)


Mein Leben

Mein Leben, ein Leben ist es kaum,
Ich gehe dahin als wie im Traum.
Wie Schatten huschen die Mensch hin,
Ein Schatten dazwischen ich selber bin.
Und im Herzen tiefe Müdigkeit -
Alles sagt mir: Es ist Zeit...

(Theodor Fontane (1819-1898))


Gefunden

Ich ging im Walde
So vor mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich
Ein Blümlein stehn,
Wie Sterne blinkend,
Wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt' es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Mit allen Wurzeln
Hob ich es aus,
Und trugs zum Garten
Am hübschen Haus.

Ich pflanzt es wieder
Am kühlen Ort;
Nun zweigt und blüht es
Mir immer fort.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Gevatter Tod

Komm, Gevatter Tod,
ich bin für dich bereit.
Meine Seele leidet Not,
mein Herze ist entzweit.

Kein Mensch kann mich verstehen,
ich hab' nur falsch gelebt.
Und was ich auch gegeben,
vor niemandem besteht.

Ich war zu dumm zu leben,
für mich hat nichts mehr Sinn.
Hab' stets zuviel gegeben,
nun bin ich auf und hin.

Hol mich, Gevatter Tod,
hol mich in Gottes Namen.
Nur er kennt meine Not
und spricht das große "Amen".

Nimm mich, Gevatter Tod,
und reich mir deine Hand.
Mir ist so kalt, es dunkelt schon,
sehn' mich nach deinem Land.

In deinem Reiche wird der Herr
sich bald mit mir versöhnen
und meine Augen, müd' und schwer,
an seinen Glanz gewöhnen.

Er bettet mich in seinem Schoß,
wischt alle Tränen fort.
Die Freuden werden übergroß
an seinem heil'gen Ort.

(Annegret Kronenberg)


Das Blaue Band

Durch den Garten meiner Träume
schwebt ein lichtes, blaues Band,
und es trägt für mich zusammen,
was im Leben ich nicht fand.

Alle unerfüllten Wünsche
fängt das blaue Band mir ein,
läßt mich dann, so wie im Märchen,
sorgenfrei und glücklich sein.

Wenn schon graut der junge Morgen,
hat das Band den Platz geräumt;
und ich denke beim Erwachen:
"Ach, wie hab ich gut geträumt."

(Anegret Kronenberg)


Tod

Bedenkt,
den eignen Tod,
den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der Anderen
muß man leben.

(Mascha Kaléko)


Der Erlkönig

1.Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

2. Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

3. Du liebes Kind, komm geh' mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.

4. Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind.

5. Willst feiner Knabe du mit mir geh'n?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.

6. Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort?
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh'es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau.

7. Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an,
Erlkönig hat mir ein Leids getan.

8. Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not,
In seinen Armen das Kind war tot.

(J. W. Göthe)



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